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  • Risiken von Derivaten

    Derivate sind immer mit Risiken verbunden. Über das Risiko eines Totalverlustes des eingesetzten Geldes, welches in der Regel die Kosten eines Derivates sind, außer man geht gewisse Spekulationen ohne Risikobegrenzung bzw. mit Nachschusspflichten ein, muss man sich stets bewusst sein.

    Derivative Produkte können hochspekulativ sein. Wie diese eingesetzt werden muss jeder selbst beurteilen. Im Bereich der Risikoabsicherung ist es vielleicht sogar erwünscht, dass die Derivate in der Regel nicht ausgeübt werden müssen. Umgekehrt kann es im Bereich des Tradings / der Spekulation zu massiven Verlusten durch die nicht erwartete Entwicklung des Basiswertes kommen. Was alles mit Derivaten möglich ist, wurde uns bereits in der Vergangenheit eindrucksvoll bewiesen. Einzelne Gruppen können Währungen „stürzen“ oder Preise der Basiswerte sprunghaft teurer machen.

    Jeder der ein derivatives Geschäft eingeht, muss über dieses Bescheid wissen. Grundsätzlich gibt es immer zwei Seiten. Hierbei muss man sich vor allem im Klaren sein, ob die zweite Seite überhaupt in der Lage ist im Bedarfsfall zu leisten. In der Regel wird dies als Emittentenrisiko verstanden. Meist sind es die Großbanken, welche Derivate ausgeben. Als Emittent sind sie somit die Gegenpartei des Derviateinhabers. Dass auch Großbanken gewisse Risiken beherbergen wurde im Jahre 2008 anhand von Lehman eindrucksvoll bewiesen. Wenn der Emittent zahlungsunfähig wird, wird das ausgegebene Derivat in der Regel auch wertlos werden / sein.

    Beim Emittentenrisiko darf man nicht vergessen, dass alle Großbanken, große Hedgefonds oder andere große institutionelle Organisationen, welche Derivate begeben, untereinander verknüpft sind. Bei größeren Summen sichern diese sich in der Regel untereinander ab. Schlussendlich betreiben auch die Emittenten von Derivaten eine Risikoabsicherung. Sie versuchen diese nur günstiger zu erreichen, als sie diese dem Derivatebesitzer weitergeben. Gerät hierbei ein großer Derivategläubiger / Rückversicherer in Schwierigkeiten kann dies für die gesamte Derivatewirtschaft immense Folgen haben. Aufgrund der immensen Verflechtungen könnte ein solcher Extremfall auch wirtschaftlich starke Derivategläubiger in die Insolvenz führen. Dies ist jedoch nur ein Extrembeispiel, auf welches man jedoch nicht vergessen darf. Was alles passieren kann, wurde uns in der jüngsten Vergangenheit bereits eindrucksvoll demonstriert.