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  • Derivate: Chance oder Risiko?

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    In der Finanzwelt hört man beinahe täglich die Bezeichnung Derivat. Als Privatperson hat man auf dem ersten Blick nur sehr wenig mit diesen Begriff / Produkt zu tun – man glaubt es zumindest.

    Als weitläufigste Erklärung kann man Derivate als Finanzinstrumente ansehen mit denen man auf alles spekulieren / wetten kann. Diese Spekulation kann jedoch auch sinnvolle Zwecke, wie zum Beispiel Preis- / Kursabsicherungen mit sich bringen. Wie Derivate eingesetzt werden ist immer vom Anwender abhängig.

    Betrachtet man den globalen Derivatemarkt, wird man schnell feststellen, dass hier etwas Gefährliches entstehen kann. Sein Volumen ist schätzungsweise 10 mal größer als das gesamte Welt BIP. Es hätte unvorstellbare Folgen, wenn solch ein Markt aus dem Gleichgewicht geraten würde.

    Doch was sind Derivate überhaupt? Welche Bedeutung besitzen sie? Wo sind deren Grenzen und Risiken? Diese Fragen werden anhand dieser Homepage versucht zu erklären. Erst nachdem man sich selbst ein Bild über Derivate gemacht hat, kann man darüber Urteilen ob man diese als Chance oder Gefahr ansieht. 


  • Vorteile von Derivaten

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    Derivate können verschieden eingesetzt werden. Je nach Einsatzgebiet weißen sie auch unterschiedliche Vorteile auf.

    Das ursprüngliche Einsatzgebiet, welches die Risikoabsicherung betrifft, besitzt den Vorteil, dass man anhand von Termingeschäften (Derivaten) das Risiko minimieren kann. Dadurch erhöht sich die Planungssicherheit und dies trägt maßgeblich zum zukünftigen Erfolg bei. Ein mittelständisches Unternehmen behauptete, dass es seine Preise in den letzten Jahrzehnten immer mit derivativen Produkten abgesichert hätte. Gewinn hätte es dadurch keinen erzielt, jedoch wäre es ohne Absicherung sicherlich ein oder zweimal vor der Zahlungsunfähigkeit gestanden. Aus dieser Aussage lässt sich bereits die Bedeutung von derivativen Produkten ableiten. Im Bereich der Risikoabsicherung geht es nicht um die Gewinnmaximierung, sondern lediglich um die Planungssicherheit. Die Planungssicherheit ist eine extrem wichtige Grundlage für die wirtschaftliche Führung eines Unternehmens.

    Das zweite große Einsatzgebiet von derivativen Produkten stellt das Trading / die Spekulation dar. Das Trading sollte man hierbei von der Spekulation abgrenzen. Beim Trading geht es in erster Linie ebenfalls um die Risikominimierung bzw. den Handel von Basiswerten, welche ohne Derivate nicht möglich wäre. Auch Marktungleichgewichte können mithilfe von Derivaten, siehe den Arbitragehandel, hergestellt werden.

    Bei der Spekulation mittels Derivaten muss man weiter ausholen. Der größte Unterschied zum Trading und zur Risikoabsicherung liegt sicher darin, dass man den Basiswert auf den man spekuliert in der Regel gar nicht besitzt bzw. diesen gar nicht besitzen will. Derivate stellen hierbei einfach ein kostengünstiges Instrument zum handeln / spekulieren dar. Beim Abschluss von derivativen Produkten muss man in der Regel nur einen Bruchteil dessen Wertes hinterlegen. Aufgrund dieser Tatsache können Investoren wesentlich höhere Volumina bewegen, als wie dies bei voller Hinterlegung der Fall wäre. Wie in der jüngsten Vergangenheit eindrucksvoll bewiesen wurde, sind dem Papierhandel beinahe keine Grenzen gesetzt. So kann es vorkommen, dass an einem Tag die Jahresproduktion bestimmter Werte gehandelt wird. Vor allem im Bereich der Spekulation bedarf es im Derivatemarkt sicherlich noch Einschränkungen.